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Europameisterschaft in Bled, Slowenien

Vom 25. bis 28. Mai 2023 fanden die diesjährigen Europameisterschaften in Bled, Slowenien, statt. Der Deutsche Ruderverband nominierte aus unserem Team den Achter bestehend aus Larina Hillemann, Tabea Kuhnert, Melanie Göldner, Nora Peuser, Anna Haertl, Sophie Leupold, Judith Guhse, Lisa Holbrook und Luisa Schade. Unterstützt wurden die Neun tatkräftig an Land und Wasser von Lena Osterkamp und Trainer Sven Ueck.

Bled begrüßte das Team anfangs regnerisch, das atemberaubende Panorama ließ sich allerdings bereits bei Ankunft am Flughafen erahnen. Da die deutsche Nationalmannschaft schon am Dienstag anreiste und das erste Rennen für den Frauen-Achter erst Freitag stattfand, waren noch einige Tage Zeit um anzukommen und zu trainieren. Tag für Tag wurde das Wetter besser und die Vorfreude auf die Rennen stieg. Am Donnerstag kam es dann zu einer Herausforderung, Steuerfrau Larina Hillemann ging es aufgrund eines schlechten Lebensmittels auf einmal gar nicht gut und die Mannschaft musste ohne sie trainieren, aber wie? Ein großes Dankeschön geht hier an den Steuermann des Männer-Deutschlandachters Jonas Wiesen, welcher dem Frauen-Achter eine gute Vorbereitung auf das anstehende Rennen ermöglichte.

Im Bahnverteilungsrennen hieß es dann zum ersten Mal „Attention, Go!“ für das neu formierte Boot, welches in der Vorbereitung bereits durch einige Tiefen gehen musste. Ein Bootscrash im Training ließ den Start bei der EM anfangs in die Ferne rücken. Gemeinsam wurde dann aber beschlossen, diese Herausforderung anzunehmen und stärker aus der Sache hervor zu kommen. Das Rennen sollte als Probe für das Finale am Sonntag dienen und Selbstvertrauen über die Strecke geben. Die Crew kam 2sek nach Großbritannien hinter den Siegerinnen aus Rumänien ins Ziel. Das italienische Boot hatte seine eigene Rennstrategie und nahm bereits nach 100 geruderten Metern das Tempo aus dem Rennen. So war es schwer einschätzbar, wie sich das Rennen am Sonntag gestalten würde. Klar war, der Achter will Bronze.

Der Final-Sonntag zeigte sich wettertechnisch sonnig mit drehendem Schiebewind. Einige Boote ruderten knapp an die Weltbestzeiten heran und zeigten starke Rennen. Durch den offenen See und den Wind gestaltete sich das Wasser anspruchsvoll zu rudern. Das Startsignal ertönte und der Achter schoss aus den Blöcken, man hatte sich vorgenommen aggressiver los zu fahren, um an dem schnellen Starttempo der Italienerinnen mitzuhalten. Dies gelang, allerdings hatten die Frauen danach Probleme in ihren Rhythmus zu finden und an den anderen Booten dranzubleiben. Gold ging an Rumänien, Silber an die Britinnen und Bronze an Italien. Der Frauen-Achter kam 5sek später ins Ziel. Die Enttäuschung war groß, hatte man sich doch ein großes Ziel gesteckt. Für die Medaillen hat es leider noch nicht gereicht, aber im Vergleich zur letztjährigen EM in München, konnte der Achter den Rückstand vor allem auf Großbritannien und die Medaillenränge deutlich verringern. „Wir sind noch nicht da, wo wir hin müssen und hin wollen, aber der Weg ist der Richtige. Unsere Vorbereitung war mit großen und kleinen Herausforderungen bestückt, was die Sache nicht leichter gemacht hat. Jetzt muss es weiter gehen, wir wollen als gesamte Mannschaft besser werden.“, schätzt Sophie Leupold nach der Regatta ein.

Eine längere Vorbereitung soll jetzt das Auslassen des zweiten World-Cups in Varese bringen. Das Team trainiert bereits wieder hart und konzentriert für den nächsten Wettkampf in Luzern, wo dann das World-Cup Finale stattfinden wird. Da will man zeigen, welche Schritte gegangen wurden und Frauen Riemen wieder ein Stück weiter nach vorne bringen.

Quelle: Meinruderbild.de